Maßgefertigte Transportcases · CZ & EU
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Flightcase auswählen — so geht’s

Ein schlecht gewähltes Case ist ein teurer Fehler — es schützt entweder nicht oder steht im Weg. Hier ist der Ablauf, mit dem wir jeden Auftrag durchgehen: vom Inhalt über die Transportart bis zu den Beschlägen.

1. Beginnen Sie mit dem, was Sie transportieren

Die Basis ist eine genaue Beschreibung des Inhalts: Abmessungen, Gewicht, Empfindlichkeit und Wert. Ein Mischpult verträgt eine andere Behandlung als ein Messgerät im Wert von Hunderttausenden. Je empfindlicher und teurer die Technik, desto mehr lohnt sich die Maßanfertigung mit formgefrästem Schaumstoff.

2. Wie oft und womit transportiert wird

Ein einmaliger Transport im eigenen Auto ist eine andere Disziplin als das wöchentliche Verladen in einen LKW der Spedition. Für den Dauereinsatz wählen Sie eine robustere Konstruktion: Metallecken, Aluminiumkanten, hochwertige Verschlüsse. Bei Spedition rechnen Sie damit, dass das Case jemand handhabt, dem es nicht gehört.

Regel aus der Praxis: Entwerfen Sie das Case für den schlimmsten Transporttag, nicht für den gewöhnlichen. Der Preisunterschied ist klein, der Schadensunterschied groß.

3. Innenaufteilung

4. Gewicht und Handling

Hebt eine Person das beladene Case? Wenn nicht, brauchen Sie gebremste Rollen (unser Standard: Blickle 100 mm), klappbare Griffe und idealerweise Abmessungen, die durch Türen und in den Transporter passen. Messen Sie das vorher — Aufzug und Türrahmen entscheiden öfter als alles andere.

5. Beschläge entscheiden über die Lebensdauer

Verschlüsse, Griffe und Ecken sind die Stellen, an denen billige Cases zuerst sterben. Wir verwenden Original-Beschläge von Adam Hall und Penn Elcom — sie sind austauschbar, das Case lebt also Jahre, auch im täglichen Einsatz.

Case-Typen nach Einsatz

Derselbe Inhalt kann in verschiedenen Case-Typen reisen — der Unterschied liegt im Zugriffstempo und in der Arbeitsweise vor Ort. Ein Überblick, mit dem sich leichter entscheiden lässt:

Materialien und Konstruktion in der Praxis

Standard ist 6,5-mm-Sperrholz mit der robusten Hexagon-Oberfläche — fest, relativ leicht und einfach zu reinigen. Für den Schwerlastbetrieb (Spedition, Baustellen, tägliche Shows) greifen Sie zur 9-mm-Platte mit verstärktem Boden; wenn jedes Kilo zählt — etwa bei Fluggewichtslimits — bieten wir die leichtere Fusion-Ausführung und ein Kunststoff-Sandwich. Die Kanten halten immer Aluminiumprofile, die meistbeanspruchten Stellen schützen Metallecken.

Beschläge verwenden wir im Original von Adam Hall und Penn Elcom — dieselben Marken, die Sie auf Tourcases großer Produktionen finden. Wichtig: sie sind austauschbar. Ein abgerissener Griff oder eine eingedrückte Ecke ist nicht das Ende des Cases, sondern Routine-Service. Genau die reparierbare Konstruktion macht ein Flightcase zur Investition für Jahre, nicht für eine Saison.

Abmessungen Schritt für Schritt

Innenmaß des Cases = Maß des Inhalts + Zugabe für die Einlage. Bei empfindlicher Technik rechnen Sie mit 30–50 mm Schaumstoff pro Seite, bei robusterem Inhalt reicht weniger. Das Außenmaß ergänzt die Konstruktion — etwa 25–40 mm pro Seite — und bei Rollcases die Rollen (100–125 mm Höhe). Genau das Außenmaß vergleichen Sie dann mit den Limits: Türhöhe, Aufzugskabine, Ladefläche des Transporters.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Mischpult 60 × 40 × 20 cm mit 30 mm Schaumstoff ergibt einen Innenraum von etwa 66 × 46 × 26 cm; mit Konstruktion und Rollen liegt die Außenhöhe bei rund 40 cm und das Case passt problemlos durch normale Türen. Senden Sie uns die Geräteabmessungen und Ihre Raumlimits — wir machen die ganze Rechnung für Sie, inklusive Reserve für Stecker und Kabel auf der Rückseite.

Rollen, Griffe und Verschlüsse nach realem Einsatz

Rollen wählen Sie nach Untergrund und Gewicht: Standard sind gebremste Blickle 100 mm, für schwere Setups und raue Flächen ein größerer Durchmesser mit höherer Traglast. Bremsen gehören auf mindestens zwei Rollen — auf einer Rampe oder schrägem Boden entscheiden sie. Griffe wählen wir eingelassen (stören beim Stapeln nicht) oder an den Ecken für das Tragen zu zweit; bei hohen Cases helfen klappbare Griffe oben und unten.

Verschlüsse: Schmetterlinge sind am schnellsten und üblichsten, auf Wunsch abschließbar mit Schlüssel oder Zahlenschloss — wichtig überall, wo das Case unbeaufsichtigt bleibt (Spedition, Lager, Festival-Backstage). Wenn Sie stapeln möchten, sagen Sie es uns vorher — wir bereiten die Ecken für sicheres Stapeln vor.

Was ein Flightcase kostet und wann es sich lohnt

Drei Dinge bestimmen den Preis: Abmessungen, Material und Ausstattung (Schubladen, formgefräster Schaumstoff, Rollen, Kennzeichnung). Ein einfacher Koffer kostet wenige Tausend Kronen, eine große Workstation Zehntausende. Vergleichen Sie aber immer mit dem Wert des Inhalts und den Ausfallkosten: ein einziger Sturz eines Mischpults oder Messgeräts übersteigt den Unterschied zwischen Universalkoffer und Maßanfertigung um ein Mehrfaches.

Entwurf und Angebot sind bei uns kostenlos und unverbindlich — wir fertigen vom Einzelstück bis zur Serie für ganze Teams. Einen detaillierten Vergleich von Serien- und Maßlösung finden Sie im Artikel Maßanfertigung vs. Serie; die häufigsten Fehltritte in den Transportfehlern.

Schnelle Checkliste

Möchten Sie das nicht selbst lösen? Senden Sie eine unverbindliche Anfrage mit dem, was Sie transportieren — Layout-Entwurf und Angebot übernehmen wir. Weitere Antworten finden Sie in der FAQ-Datenbank.

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